Hüftgelenksarthrose (Koxarthrose) und endoprothetischer Ersatz
Die häufigste Ursache von Hüftbeschwerden ist der Gelenkverschleiß, die Koxarthrose. Meist liegt eine primäre Koxarthrose vor mit unbekannter Ursache oder aber eine sekundäre Arthrose nach rheumatischer Erkrankung, Durchblutungsstörungen oder auch durch angeborene Formveränderungen des Hüftgelenkes. Der Knorpelverlust führt zu einer zunehmenden Einsteifung des Gelenkes mit Anlauf-, Belastungsbeschwerden und später Nacht- und Ruheschmerzen mit Reduzierung der Gehstrecke. Unsererseits wird die Indikation zur endoprothetischen Versorgung je nach Leidensdruck gesehen bei nach Möglichkeit einer Beugung von noch 90°. Päoperativ erfolgen Röntgenbilder des Patienten im Liegen oder unter Belastung, um die Funktion von Kugel und Pfanne im Bereich des Hüftgelenkes zu dokumentieren. Nach Ausreizung der konservativen Therapie mit Physiotherapie, physikalischen Anwendungen und auch Injektionen erfolgt die Indikationsstellung zur Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes. Je nach Alter erfolgt die Implantation verschiedener Prothesen. Bei jungen Patienten erfolgt die Implantation einer Oberflächenprothese, im mittleren Alter bis zum 60. Lebensjahr eine Kurzschaftprothese und später eine zementlose oder zementierte Schaftprothese. Im Pfannenbereich erfolgt in der Regel eine Pressfitverankerung der Endoprothese und bei älteren Patienten auch bei schlechter Knochensubstanz die Zementierung der Hüftpfanne.Die zementierte Pfanne besteht aus Polyethylen, der zementierte Schaft in der Regel aus Chromkobald. Die zementlosen Implantate sind in der Regel aus Titan gefertigt. Als Gleitpaarung, d.h. Gelenkkomponenten von Kopf und Pfanne benutzen wir in der Regel im Pfannenbereich ein neu entwickeltes Polyäthylen oder eine Keramik-Keramik-Gleitpaarung im Kopf- und Pfannenbereich.
Oberflächenhüftersatz
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Kurzschaftprothese
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Zementlose Hüftendoprothese
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