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Proliferationstherapie

Zweck der Sklerosierungsinjektionen:

Durch die Injektion kommt es über eine Gewebereizung zur Entwicklung von neuen Bindegewebszellen (Narbenbildung).
Hierdurch soll einerseits das gelockerte Gewebe (Bänder) gefestigt werden, zum anderen wird der örtliche Schmerz gelindert bzw. beseitigt. Nachfolgend kann es auch zur Veminderung der Ausstrahlungsschmerzen kommen.

Unmittelbar nach der Injektion:

Es muss mit vorübergehenden, sehr unterschiedlichen Verstärkung der bestehenden Schmerzen im Sinne einer Reaktion gerechnet werden und zwar im allgemeinen für 24 Stunden höchstens 48 Stunden.
In ganz seltenen Ausnahmen kann es zu Kopfschmerzen während der ersten Tage nach der Injektion kommen. Diese Kopfschmerzen sind jedoch außergewöhnlich selten.

Dieser reaktive Schmerz ist von Injektion zu Injektion geringer. Sehr häufig tritt er nur bei der ersten Injektion auf. Alle diese Reaktionen sind bedeutungslos und klingen rasch ab.

Durch leichte Belastungen, wie Belastung, wie kurzes Spazierengehen oder durch Entlastung beim Liegen, kann der Reaktionsschmerz vermindert werden. Dies ist individuell sehr unterschiedlich und was für Sie nun besser zutrifft, muss ausprobiert werden.

Die entscheidende Besserung Ihrer Beschwerden wird häufig bereits nach der 2. oder 3.
Injektion angegeben.
Bei etwa 25-30 % jedoch setzt sich die endgültige Besserung erst im Verlauf der dem Anschluß der Behandlung folgenden 4-6 Wochen durch, mitunter auch noch einige Wochen später.

Sonstige gleichzeitige Behandlungen:

Bei stärkeren Schmerzen dürfen ohne weiteres schmerzstillende Medikamente eingenommen werden.

Zu vermeiden sind:

Lockerungsmassagen, Lockerungsgymnastik, Chirogymnastik, zu häufige manualtherapeutische Behandlungen.

Erwünscht sind:

Wärmeanwendungen über dem sklerosierten Wirbelsäulenabschnitt (aber nicht am lnjektionstag), heiße Kompressen, Prießnitzwickel oder auch allgemein heiße Bäder.

Über das Liegen:

Das Bett muß nicht "steinhart" sein. Empfehlenswert ist ein Lattenrost mit einer guten Schaumstoffauflage oder einer normalen Matratze. Eine "Gesundheits- oder Bandscheibenmatratze" ist sehr kostspielig und bringt mitunter auch keine Schmerzlinderung.
Gelegentlich hilft es, ein Brett unter die Matratze zu legen, etwa in Rumpfhöhe (ca. 50x100 cm). Nicht auf dem Bauchschlafen!

Sport:

Ein Prinzip ist: Sport, welcher Freude bereitet und zum Teil des "Lebens" geworden ist, sollte man weiter betreiben, aber richtig und angepasst!

Brustschwimmen soll man meiden, wenn dabei oder nachfolgend Schmerzen auftreten.
Zügig soll das Schwimmen sein. Rückenschwimmen ist oft besser, oder für sehr Geübte auch Kraul-Schwimmen.

Eine sportliche Tätigkeit ist erwünscht. Die Belastungen sollten jedoch angepasst sein.
Allgemeine und symmetrisch sind besser als einseitige Belastungen. Tennis beispielsweise ist mit Vorsicht zu betreiben. Ruckartige, einseitige und Bremsbewegungen belasten die Wirbelsäule.

Unbedingt auf einwandfreie Bewegungsabläufe achten (Trainerstunden), mit Schwung spielen!
Wichtig ist, dass vor und nach der sportlichen Tätigkeit die wichtigsten Muskeln gedehnt werden (Stretching).

Sonstiges:

Sehr wichtig:

Achten Sie auf überlastende Tätigkeiten, Falschbewegungen und Fehlhaltungen.
Vergessen Sie auch die richtige Atmung nicht.
Häufig muß man die Bauchatmung erst wieder lernen.

Probleme mit dem Körpergewicht sind mitunter auch Ursache des Kreuzschmerzes. Die vernünftige Ernährung schafft oft schon eine Besserung der Beschwerden.

Gymnastische Übungen:

Diese sollten Sie nur nach Anweisung durch Ihren Krankengymnasten (oder -gymnastin) durchführen.
Im Zweifelsfalle fragen Sie bitte Ihren Therapeuten.